Von Xantens Kolumne – Reisetipps und Wiedergänger

Mit dem Nummer 1 Reisevorschlag von Forbes für alleinstehende Frauen: Pakistan. Wer es dagegen mit Dracula hält, sollte nach Rumänien reisen. Oder Serbien? Ein neuer Historikerstreit um die Provenienz des Grafen. Wobei die wirkliche Nummer 1 aller Reiseziele natürlich Deutschland ist. Und das ist auch ganz normal, weil weite Teile der Erde unbewohnbar werden …

Von Siegfried von Xanten

Der Samstag ist ein guter Tag. Für Reisevorschläge. Forbes hat einen exklusiven Tipp für alleinstehende Frauen: Pakistan. Pakistan sollte auf jeder weiblichen Alleinreisendenliste stehen: „the world’s #1 tourism destination.“ Es gebe „in dieser Gesellschaft kaum etwas Schlimmeres als eine Frau, die Single ist.“ Sie müsse „sich bedauern, bedrängen und pathologisieren lassen“ so die Bordkapelle. Da kommt die Reiseempfehlung von Forbes gerade recht.

Aber die Nummer 1 aller touristischen Reiseziele? Gut. Ein bisschen übertrieben. Denn die unangefochtene Nummer 1 aller Reiseziele ist Deutschland. Für Facharbeiter. Mit rühriger EU-Assistenz. Die EU-Kommission hat unter anderem Deutschland dazu aufgefordert, …:

„… die Kontrolle der Binnengrenzen möglichst zügig zu beenden und damit nach vier Jahren wieder Reisefreiheit im Schengen-Raum zu gewährleisten.“

Was sagt der Präsident?

„Wir befinden uns im Krieg. Diese Leute sind krank.“

Gewährleistet ist auch, dass es uns besser geht als gedacht. Deutschland – der krank gemachte Mann Europas? Aber woher denn? Nicht die deutsche Wirtschaft stecke in der Rezession. Es sei die Industrie, die schwächele. Sagt die Bordkapelle. Und das sei der ..:

„… ebenso präzise wie eindeutige empirische Befund der Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute, die Anfang Oktober veröffentlicht wurde.“

Wunderbar. Nur ein industrieller Schwächeanfall. Alles gut. Das Wesen der deutschen Wirtschaft. Verwesen.

Das Wesen des Schengen-Raums sei präzise die Abwesenheit von internen Grenzkontrollen. So EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos. Da kann die große Reisewelle anrollen. Serbien ist bereits erreicht. Was sagt Gunnar Heinsohn?

„Wer keine Grenzen hat, hat auch kein Land.“

Präzise die Abwesenheit von islamistischen Motiven erkennt die Staatsanwaltschaft in Berlin bei dem Mann mit dem Messer, der vor der neuen Synagoge in Berlin aufgetaucht war. Der 23-jährige Syrer war über die Absperrung vor der Synagoge gestiegen und mit einem Messer auf die Mitarbeiter des Objektschutzes zugelaufen. Dabei habe er „Allahu akbar“ und „Fuck Israel!“ gerufen.

Ein Haftbefehl sei nicht beantragt worden, da es keinen dringenden Verdacht einer Straftat gebe. Und damit keinen Haftgrund:

„[N]ur den Anfangsverdacht eines Hausfriedensbruchs. Der Mann sei derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus.“

Gut. „Haftgrund gibt es [ja auch] im Baumarkt.“ Sagt Jo Conrad. „MEM Super-Haftgrund“ zum Beispiel. „[E]in Untergrundhaftverstärker“.

Haftgrund wird überschätzt. So wie CO2. Sagt Nir Shaviv. „Der Mann, dem sie die Sonne übelnehmen“. Denn die Sonne werde in ihrer Rolle für die Erderwärmung unterschätzt. So der israelische Astrophysiker. „Eine unbequeme Wahrheit“. Ein Interview mit Forbes. In vier Stunden 40.000 Mal aufgerufen. Und dann vom Netz genommen. „Es habe den Qualitätsanforderungen der Redaktion nicht genügt.“ Dafür gibt es bei Forbes Top-Reisetipps für allein reisende Frauen.

Nicht den Qualitätsanforderungen der Forbes Redaktion entsprechen dürfte auch das CO2-Klimawandel-nicht-menschengemacht-Zeichentrick-Erklärvideo der Liberty-Academy. Für eine naturwissenschaftliche Theorie müsse ein falsifizierbares Experiment vorliegen, ansonsten sei die Theorie mindestens wertlos. So die Freiheitsakademie. Bleibt die Frage, was nach wertlos kommt.

Was sagt „Terra-X-Legende“ Harald Lesch?

„Wenn wir nicht zusammenhalten, werden wir verschwinden […]. Ganze Teile der Erde werden unbewohnbar werden, zum Beispiel 1000 Kilometer nördlich und südlich vom Äquator.“

Da muss man zusammenrücken. Keine Frage. Das Motto:

„Wir kriegen euch alle!“

Grüne Jugend, Antifa, afrikanische Flüchtlinge, Kurden und Kommunisten vereint vor dem AfD-Büro in Nürnberg.

Außerdem könne, so Harald Lesch, „jeder dafür sorgen, dass er weniger CO2 ausstößt […] und dergleichen mehr.“ Wasserlassen nur noch einmal täglich, Stuhlgang einmal die Woche. Und Spucken gar nicht mehr. Bereits 2001 hatte Ex-Werder-Manager und Bildungssenator Willi Lemke gefordert, dass das unter Bundesligaprofis weitverbreitete Gespucke unterbunden werden müsse:

„Die Szene reagierte gereizt. ‚Wir haben auf dem Schulhof schon gerotzt! Zum Naseputzen habe ich auf dem Platz keine Zeit‘, barmte Mario Basler. ‚Ein Verbot wäre in der Wettkampfsituation unrealistisch‘, mopste sich Werner Lorant. Claus Reitmaier schließlich präsentierte ein Totschlagsargument: ‚Als Torwart muss ich doch in meine Handschuhe spucken, damit sie feucht und griffig bleiben!‘“

Dieser Effekt sei wichtig für die Psyche, möglicherweise auch für die Gruppenpsychologie. Klima-Obstipation. Ein Leben nach Dulcolax. Für das Klima.

Keine Frage ist für Klima-Professor Henrik Nordborg, dass Reisen und Konsum gar nicht mehr gehen:

„Wer sofort etwas tun will fürs Klima, darf nichts mehr kaufen.“

Nicht mehr fahren und nicht mehr fliegen. Wunderbar. Balsam für die Wirtschaft. Balsam für so manches Hobby.

Professoren. Was sagt der Führer?

„Die europäische intellektuelle Welt, Universitätsprofessoren, höhere Beamte, denen ein Wissen blöde eingetrichtert ist, die haben es nicht kapiert. Auf gewissen Gebieten wird jede professorale Wissenschaft verheerend: Sie führt vom Instinkt weg, er wird dem Menschen ausgeredet. Ein Zwerg mit nichts als Wissen fürchtet die Kraft. Statt sich zu sagen, die Basis des Wissens muß ein gesunder Körper sein, lehnt er die Kraft ab. Die Natur paßt sich den Lebensgepflogenheiten an, und würde die Welt auf einige Jahrhunderte dem deutschen Professor überantwortet, so würden nach einer Million Jahren lauter Kretins bei uns herum wandeln: Riesenköpfe auf einem Nichts von Körper!“

Ein Nichts an Weihnachtsbäumen dieses Jahr in Landau. Dort setzen Einzelhändler „ein Zeichen für den Klimaschutz“ und verzichten „auf das Aufstellen von etwa 100 Tannenbäumen in der Vorweihnachtszeit.“ Aktive Unternehmer für Landau. Die Stadt hatte „Mitte August den sogenannten Klimanotstand erklärt.“ Was mag sich der Weihnachtsmann dabei denken? Blanker Hohn.

Sir Christopher Hohn ist Milliardär und Hedgefonds-Inhaber. Vermögend nicht zuletzt durch indische Kohle. Nun hat er sich eine Last von der Seele gespendet. Für die Ausrottungs-Rebellen. Gab es reichlich Kohle.

Was sagt der Präsident? „Diese Leute sind krank“. Und die Kranken? Was sagen die? „Der wohl korrupteste Präsident aller Zeiten“. Kinder-Motto: Wer’s sagt, der is’ es selber. 2020 werde er aus der Nato austreten, der Präsident. So Joe Biden. Da sei er sich sicher. Der Präsident spiele auf Zeit.

Der Gezwitscher-Kanal will nicht erst auf Zeit spielen, sondern seine Richtlinien jetzt aktualisieren. Die Suspendierung von „Weltführern“ betreffend:

„Die Maßnahmen, die wir ergreifen, und die Richtlinien, die wir entwickeln, werden Präzedenzfälle bei der Online-Rede schaffen, und wir schulden dies den Menschen, denen wir dienen, in dem, was wir tun, bewusst und berücksichtigt zu werden.“

Den Menschen und deren Hobbys schuldig, denen sie dienen.

Oder heißt es Hobbies? Nur im Englischen:

„[W]oher auch der Irrglaube rührt, dass es sich im Deutschen ebenso verhält. Im Deutschen wird die Mehrzahl von Wörtern, die auf y enden, aber stets mit s gebildet, weshalb Hobbys korrekt ist“.

Das Hobby der Kranken: Prügelt den Präsidenten. Und was hat Joe Biden noch gesagt?

„[W]ir werden richtige Probleme haben.“

Futur? Und Sputniknews? Was haben die noch so im Angebot?

„Republikaner-Baby verweigert Demokrat Joe Biden einen Kuss.“

Ein Video. Hat Joe Biden Hobbys? Selbstverständlich. Tischtennis, Disc-Golf, Slip-N-Slide, Rollenspiele und Kinder. Disc-Golf? Ein Generationensport:

„Ziel beim Disc-Golf ist, einen Kurs von meist 18 Bahnen mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren.“

18 Bahnen? Was soll uns das sagen?

Ein Hobby hat auch Christian Säfken. Hausjurist im Klinikum Region Hannover:

„Hetzen gegen rechts […] Die AfD sind die Wiedergänger der NSDAP. Wenn dieses Problem importiert wurde, dann 1989. Da hätten wir kritischer mit den ostzonalen Wirtschaftsflüchtlingen umgehen müssen.“

Napalm auf Sachsen? Wiedergänger. „Ein Zombie hing am Glockenseil“.

Bodo Ramelow hing nicht mit Tilo Jung herum, sondern wurde von diesem interviewt und wiederholt zur AfD befragt. Um zu hören, dass man die nicht wählen dürfe:

„[Der] linke Ministerpräsident Thüringens [kanzelt daraufhin] den linken Journalisten (Youtube: Jung & Naiv) ab, greift ihm ins Mikrofon, am Ende steht er auf und geht. Tilo Jung bleibt verdattert sitzen…“

Jung und naiv.

Das Wiedergänger- oder Untoten-Mythologem. Was sagt der Volksglaube? Die unerlöste Seele wirkt aus dem Grab heraus. Telepathisch. Und saugt den Lebenden die Lebenskraft ab. Oder sie springt nächtlichen Wanderern auf den Rücken. Als Aufhocker. Und lässt sich bis zur Friedhofsmauer bzw. bis dorthin tragen, wo der Leichnam verscharrt ist, während das Opfer tot zusammenbricht.

Der untote Wiedergänger der Folklore. Auch Nachzehrer genannt. Der vielleicht prominenteste Vertreter Graf Dracula. Wo kommt er eigentlich her, der Graf? Aus Serbien.

Graf Dracula sei Serbe gewesen. Sagt der pensionierte serbische Geschichtsprofessor Jovan Deretic. Ein handfester Historikerstreit. Immerhin ist der Graf ein …:

„… Eckpfeiler des rumänischen Selbstverständnisses: Vlad III., dem die Beinamen Drăculea („Sohn des Drachen“) und Tepes („der Pfähler“) zugeschrieben werden.“

Teil der rumänischen Folklore.

Teil der rumänischen Folklore sind auch Sinti und Roma. Folklore, die es sich nach den Groß- nun auch in Kleinstädten gemütlich macht:

„Nienburg: Eine norddeutsche Kleinstadt im Griff der Sinti-Clans.“

Bewaffnete Auseinandersetzungen traurige Normalität in der Kreisstadt mit ihren gut 30.000 Einwohnern. Und muss man das widerspruchslos hinnehmen?

„In einigen Momenten habe ‚der Einzelne die moralische Pflicht‘ zu widersprechen und sich zu widersetzen.“

Sagt wer? Die Bundeskanzlerin.

Das Mädchen Melissa widersetzte sich, als sie auf Anweisung von Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein Prinz Andrew treffen sollte. Epstein hatte die Ausbildung der 14-jährigen südafrikanischen Cellistin mit einer Viertelmillion Dollar gesponsert. Zugang zu etlichen anderen Mädchen, die dieselbe Eliteeinrichtung besuchten, inklusive. Ein Wohltäter vor dem Herrn:

„Er ist eine Art Schindler.“

So Ghislaine Maxwell. Ein Held, der …:

„… die Menschen mitnimmt und sie aus schwierigen Orten und Situationen herausholt.“

Ein pädagogischer Auftrag. Die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen. Um sie „dorthin [zu] rudern, wo sie nicht mehr stehen können.“ Eine ironische Spaßvorlage.

So auch die Imagekampagne der Bundesregierung anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls. Eine Kampagne, die „das eigene Volk verspottet und den vorsätzlich betriebenen Identitätsabbau des Landes“ thematisiert. Alle so schön deutsch:

„Die akkurat rechtwinklig gestutzte Hecke. Die Gartenzwerge im Fenster. Mit Handtüchern reservierte Badeliegen. Funkenmariechen, Dackel, kitschige Waldidylle. Verbotsschilder. Dazwischen eingestreut einzelne historische und politische Motive, Trabbis an der Tanke oder verdutzte Vopos beim Mauersturm. Und darunter jeweils der Spruch: ‚DAS IST SOOO DEUTSCH!‘.“

Stereotype in der Vorratspackung. Entschieden deutsch.

Entschieden hätten sich auch die Verbraucher im Leipziger Biomarkt. So die Bordkapelle:

„Sie stehen hinter der Entscheidung des Geschäftsführers.“

AfD-Anbauprodukte kommen nicht ins Regal. Ein Propagandavideo der öffentlich-rechtlichen Medienanstalt ZDF. Mit Monika Lazar von den Grüninnen als Kundin. Inzwischen hat das ZDF den Beitrag aus der Mediathek entfernt. Wegen Überarbeitung.

„Deutsche, [kauft nicht und] verkauft nicht an AfDler.“

Sagt Sawsan Chebli. Das ist Zivilcourage.

In England soll die öffentlich-rechtliche Medienanstalt BBC …:

„… all ihrer gesetzlichen Privilegien, die denen entsprechen, die ARD, ZDF und Deutschlandfunk in Deutschland haben, verlustig gehen, sich dem Wettbewerb stellen und ein Programm erstellen, das auch nachgefragt wird.“

Das Finanzierungsmodell sei nicht mehr zeitgemäß. Gut. In Deutschland ein Entsorgungsproblem erster Güte, da zahlreiche Politiker über die GEZ-Gebühren zusätzlich versorgt werden.

Zusätzlich versorgt werden soll auch die EEG-Umlage. Die Ökostromumlage „steigt im nächsten Jahr um 5,5 Prozent auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde.“ Eine Spaßvorlage für die Verbraucher.

Spaß haben wollten auch vier Eritreer, die im Dezember 2018 im Ankerzentrum Bamberg randalierten, Polizeibeamte angriffen und Feuer legten:

„‘Es gab Streit mit der Security wegen lauter Musik‘, behauptet Manges O. (21). ‚Ich sah miserable Szenen. Davor habe ich mich im Schrank versteckt.‘“

11 Verletzte. 90.000 Euro Sachschaden. Miserable Szenen.

Mange – O’Tacos & Sandwiches:

    • „Einfach lecker essen und sehr gute Service“.
    • „Mann fühlt wie zuhause ganz nett“.

Dauerhaft geschlossen.

Einfach in der Gruppe eine 18-Jährige vergewaltigen wollten die meisten der in Freiburg nun vor Gericht stehenden 11 Angeklagten. Schon früher wegen Verbrechen zu Haft- und Geldstrafen verurteilt und umfangreich vorbestraft. Hauptbeschuldigter ist der syrische Facharbeiter Majid H.

Majid -einer der 99 Namen Allahs. Bedeutung: der Ruhmvolle. „Mann fühlt wie zuhause ganz nett“.

Nicht vergewaltigt, sondern mit einem Messer lebensgefährlich verletzt hat ein 33-jähriger Afghane seinen Betreuer im oberösterreichisch-tschechischen Grenzgebiet. Auf der Flucht soll er …:

„… einen unbeteiligten Autofahrer erstochen haben. […] Bereits im Juli sorgte der Mann für Schlagzeilen: Bei einer Führerschein-Prüfung war er durchgedreht und kurvte eine Viertelstunde auf dem Übungsplatz mit vollem Tempo und quietschenden Reifen herum.“

Nicht auf dem Übungsplatz, sondern in Limburg hatte bekanntlich ein 32-jähriger Facharbeiter mit einem gestohlenen Lkw mehrere Autos gerammt:

„Ein Terrormotiv schloss die Polizei nun aus. […] Das Motiv liege eher im persönlichen Bereich.“

Aus dem Staubsauger-Bereich kommt der Gegenstand, den Talip D. seinem dreijährigen Sohn auf den Kopf schlug. Ein metallenes Staubsaugerrohr. Weil der Dreijährige weinte:

„Das Kind erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Es musste notoperiert werden und war tagelang in Lebensgefahr.“

Eine Mentalitätsfrage. Was sagt Marco Reus?

„Das geht mir so auf die Eier mit eurem Mentalitätsscheiß – ganz ehrlich. […] Jede Woche dieselbe Kacke.“

Genau. Außerdem …:

„… müssen wir auch die Bedürfnisse, die Belange der Menschen mit Migrationsgeschichte ernst nehmen. Denn auch die haben Wünsche, die haben Sorgen.“

Sagt Serap Güler, Staatsekretärin für Integration in Nordrhein-Westfalen.

Außerdem ist Gewalt manchmal notwendig. Sagt Barry Soetoro. „Zehn Jahre Nobelpreis für Barack Obama“. Eine Dankesrede, die dem Auditorium in die Glieder gefahren sei. So die Bordkapelle:

„Denn er sprach – vom Krieg. Es ging um diese Formulierung einer Zwangsläufigkeit: Im Angesicht des Bösen gilt es manchmal, Krieg zu führen – doch zugleich nach Frieden zu streben, als Geschichte menschlichen Fortschritts, als Hoffnung der Welt, als Herausforderung, die ‚wir auf dieser Welt‘ bewältigen müssen.“

Und er habe Recht behalten. Heute regiere dagegen ein anderer Präsident. Der dämme die Wirkung von Institutionen immer weiter ein und erschüttere sie in ihren Grundfesten. Im Angesicht des Bösen.

Obamas Drohnenkrieg. Eine Bilanz, die die Gegner zum Schweigen bringe. So die Bordkapelle. Commander in Chief. Die Nummer 1. Was soll man sagen?

„Nichts ist scheißer als Platz 2.“

Bis zu 900 zivile Opfer. Oder mehr. Was sagt Barack Obama zur Zahl der Toten? „[Z]wergenhaft klein“. Der Nobelpreisträger. Im Angesicht des Bösen.

Wobei Kriege längst obsolet sind. Dank hybrider Bedrohungen:

„Als ‚hybrid‘ gilt eine Bedrohung laut Europäischer Kommission, wenn konventionelle und unkonventionelle Methoden durch staatliche und nichtstaatliche Akteure in koordinierter Weise eingesetzt werden, ohne dass die Schwelle eines offiziell erklärten Krieges erreicht wird. Ziel sei dabei ‚nicht nur, unmittelbaren Schaden anzurichten, sondern auch Gesellschaften zu destabilisieren und Entscheidungsfindung zu behindern‘.“

Zum Beispiel Klima-Greta und ihre FFF-Bewegung. Sagt Jörg Meuthen, Abgeordneter des EU-Parlaments und Bundessprecher der AfD. Die EU-Kommission solle untersuchen ob sie „von Russland ‚finanziert und gesteuert‘ sein könnte.“ Klima-Greta – eine anthropogene russische Drohne. Russian collusion. Im Angesicht des Bösen.

Und das Böse arbeite auch fleißig an einer Monsterisierung des aktuellen Amtsinhabers. Sagt James O’Keefe. Das Projekt Wahrheit und die Agenda von CNN und Jeff Zucker, dessen Frau Caryn Kontakt zu Ghislaine Maxwell hatte. Die Medien als Propaganda-Organ und industrielles Produktionssystem:

„Die Presse entziehe sich zudem der Kontrolle, indem sie sich auf das Redaktionsgeheimnis und das Urheberrecht beziehe, ohne jedoch die damit verbundenen Pflichten einzuhalten. Die großen Medienhäuser hätten mehr Macht als alle drei Regierungszweige zusammen. Doch wer ziehe sie für Fake News und Propaganda zur Verantwortung?“

Die Fakten-Überprüfer von CNN. Gezwitschert:

“Joe Biden behauptet, er habe nie über den Umgang der Ukraine mit seinem Sohn gesprochen. Aber sein Sohn ist anders angegeben.”

Selbstverständlich. Der Sohn ist namentlich Jäger:

„Hunters will be hunted.“

Jäger werden gejagt.

Geschwärzt angegeben sind auch etliche Namen im fiesen Memo. Annonciert war für den 18., dass sie nun anders angegeben werden sollen.

Was sagt der Präsident?

“Nachdem wir nun erfahren haben, dass @CNN ein virtueller Betrug ist, gibt es Gerüchte, dass Jeff Zucker vorübergehend zurücktreten wird?“

Vorübergehend? Vorübergehend getreten hatte Ali M. den Rentner Detlef J. Mit den Schuhen gegen den Kopf. Unweit des Offenburger Bahnhofs. Der fiel zunächst ins „Koma, kann jetzt nicht mehr selbständig essen“ und „hat sein Leben vergessen und ist seitdem auf einem Auge blind.“ Nun habe Ali M. einen „Jammerbrief“ geschrieben. Sagt die Bordkapelle. Nächste Station Psychiatrie?

Dagegen gibt es für Transgender- und Homophobie-Hassdelikte nun sechs Monate Gefängnis auf der Insel. Wobei in einem besonders schlimmen Fall von Intoleranz auch schon mal sechs Jahre herausspringen können. Schwer verdaulich? Keine Laktose-, sondern eine Homophobie-Intoleranz.

Marc Dutroux soll das Gefängnis verlassen. Der belgische Kindermörder strebt gemeinsam mit seinem Anwalt die Entlassung bis 2021 an. Seine Frau und Komplizin kam bereits im Sommer 2012 frei. Sein Anwalt hat ein Buch geschrieben:

„Warum Marc Dutroux freigelassen werden sollte.“

Er habe das Recht auf ein neues Leben.

Die Amadeu-Antonio-Stiftung muss nun erst einmal das Verwaltungsgerichturteil zur Kita-Broschüren-Intoleranz verdauen. Der CDU-Politiker Falko Liecke hatte vor der Broschüre gewarnt. Die Broschüre gibt Hinweise für Erzieher. Mit Steuermitteln gefördert. Zur Identifikation rechtsextremer Eltern. Wichtige Indizien zum Beispiel Zöpfe bei Mädchen, die daheim zur Handarbeit angeleitet werden. Ein wichtiger Beitrag für eine starke Zivilgesellschaft:

„H&M ist sich seiner Verantwortung bewusst, daher prüfen wir alle Organisationen, an die wir spenden sorgfältig. Die Amadeu Antonio Stiftung leistet einen wichtigen Beitrag für eine starke Zivilgesellschaft, Toleranz, Respekt und Vertrauen. Das unterstützen wir.“

Respekt.

Die Amadeu Antonio Stiftung. Immer im Einsatz:

„Hallo @PolizeiBerlin_E, eine Kollegin berichtete uns gerade, dass an der U-Bahn-Haltestelle #Seestraße Neonazis sitzen und laut Rechtsrock hören. Können Sie dort bitte jemanden vorbei schicken?“

Polizei Berlin, Einsatz:

„Bitte rufen Sie in solchen Fällen vor Ort direkt die 110“.

Ein wichtiger Beitrag für eine starke Zivilgesellschaft auch die Diskriminierungs- und Rassismus-Anzeige des „Netzwerks Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern“. Ein Vermieter steht vor Gericht, weil er seine Wohnung nur an Deutsche vermietet wissen wollte:

„Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – startete ein aus Burkina Faso stammender Interessent einen Anruf.“

Der Vermieter bestätigte und steht nun vor Gericht.

Vor Gericht steht auch ein Chemnitzer Pfarrer. Wegen Drogenhandels. Dabei habe er habe helfen wollen:

„Mehrfach habe er – so die Anklage – einen sogenannten Flüchtling nach Leipzig chauffiert, damit dieser dort Marihuana kaufen und in Chemnitz dann wieder verkaufen konnte. Mindestens elf Kilo seien so zusammengekommen, die auf diesem Weg vertickt wurden“.

Wie lautet der „jouwatch“-Imperativ? „Erlöse uns von den Blöden“. Die Blöden – im Vollrausch der Antinomien:

„Kinder schlecht fürs Klima, Aussterben aber doof, zum Beispiel.“

Persönlich doof ist für eine geflüchtete Frau aus Äthiopien, dass sie nun vor Gericht steht. Wegen Sozialbetrugs. Sie hatte sich elf Jahre jünger gemacht – 15 statt 26 – und den Staat um 145.000 Euro geprellt. Ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling. Wobei gendermäßig sehr problematisch. Aber, so die Bordkapelle:

„Um es klar zu sagen: Dieser Kriminalfall hat nicht das Geringste mit der Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus dem Herbst 2015 zu tun, die Grenzkontrollen für Flüchtlinge vorübergehend außer Kraft zu setzen.“

Genau.

Um es ganz klar zu sagen. Dass Aldi nun keine Weihnachtssterne mehr anbietet, hat überhaupt nichts mit dem Islam zu tun. Namentlich neu im Sortiment nun Herbststerne. Mit Vollgas nach Germanistan.

„Mit Vollgas gegen den Datenschutz“ ist Jens Spahn unterwegs. Ein vollumfängliches Patientendaten-Implantationsregister:

„Das Recht des Betroffenen auf Einschränkung der Datenverarbeitung (Art. 18 DSGVO) wird vom Gesetz ausgeschlossen.“

Ebenso das Recht auf Widerspruch. 18? Was soll uns das sagen?

Mit Vollgas zum RFID-Chip geht es bei der Sparda-Bank. Ein Geschenk. Wenn „das Türöffnen mit einem Schlüssel zu anstrengend“ ist. Die Sparda-Bank „verschenkt [ein] Implantat für Türschlösser“. Sofern man einen Baukredit ab 50.000 Euro abschließt. Das „Motto „#seianders“.

Was sagt das Implantateregister-Errichtungsgesetz?

„Jeder Bürger, dem ein medizinisches Implantat eingesetzt wird, wird zukünftig […] verpflichtet, seine sensiblen Gesundheitsdaten zentral in einem staatlichen Patientendaten-Implantationsregister verarbeiten und z.T. pseudoanonymisiert zu vielfältigen Zwecken (u.a. zur Sekundärnutzung für ‚wissenschaftliche Zwecke‘) weiternutzen zu lassen.“

Sekundärnutzung. Sei anders.

Hat der Führer etwas gesagt?

„Ich habe gesagt: Verrückt!“

„[Es] braucht […] nur ein Orkan zu kommen und alles fliegt zusammen wie ein Kartenhaus.“

***


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15 Kommentare zu „Von Xantens Kolumne – Reisetipps und Wiedergänger“

  1. Danke, werter Siegfried, für die Kolumne.

    Passenderweise kann man sich seit heute bei der Heimkehr das Nibelungenlied anhören:

    Das Niebelungenlied [die-heimkehr.info]

    In der Einleitung berichtet der Sprecher von den Helden:

    Bilddatei

    Diese Helden sind „preiswert“. Sie seien gepriesen!

    Was machten die Händler aus dem schönen Wort? Wie üblich verkehrten sie es ins Gegenteil. Sie zogen es auf das Niveau von Schacher und Wucher herab: Preiswerte Schnäppchen im Ausverkauf.

    Heil und Segen

    Liken

  2. Nachzehrer bin ich nicht, Verzehrer schon, und Wiedergänger, ähm, -rin, ohne jedoch jemals rührige EU-Assistenz in Anspruch genommen zu haben.

    Graeme Maxton, ehemaliger Generalsekretär des Club of Rome, lässt uns wissen, dass es falsch sei, dass wir Menschen uns schuldig gemacht hätten am Klimawandel – jedenfalls nicht das Bodenpersonal, sondern die Politik, das Militär und die Wirtschaft. Er schlägt darum vor, dass, da die Menschen in den deutschsprachigen Lebensräumen die gebildetsten sind, sie jetzt gemeinsam mit der Politik, Fachleuten in Justiz und Bildung, der katholischen Kirche, dem Papst, dem Militär, der USA und China das Ruder Erderwärmung herumreißen und so Vorbild für den Rest der Welt sein müssten. Wird also am deutschen Wesen nun endlich doch die Welt genesen?

    Ich fühl‘ mich so:

    „Es wird nach einem Happy End im Film jewöhnlich abjeblendt,
    man sieht bloß noch in ihre Lippen
    den Helden seinen Schnurrbart stippen.
    Na, un denn? Denn sin se alt.
    Der olle Mann denkt so zurück,
    wat hat er nu von seinen Jlück …
    und darum wird beim Happy End im Film jewöhnlich abjeblend.“

    Lieber Siegfried, Ehre wem sie gebührt. Heute gebührt sie dir, doch nicht nur heute. Bedenket es, ihr lieben Leute, ein solch großer Geist in unserem Kreise, der wirket auf besond’re Weise. Drum nehmt euch meinen Rat zu Herzen, hier liegt die Wahrheit, wie so oft, nicht in der Mitte, sondern zwischen den Scherzen.

    Herzlichst
    Annegret

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    1. So ist es und so sei es. Ich schließe mich der Würdigung unseres SvX vollinhaltlich an. Ist ja wirklich nicht alltäglich und selbstverständlich, die bizarren Vorkommnisse dieser verrückten Tage auf so einzigartige Weise zu verarbeiten und uns Lesern zu präsentieren.

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    2. Es ist wie einst in der DDR. Indem sie uns als Volk unterdrücken, zwingen sie uns zur Perfektion. Indem sie uns zerstören wollen, erschaffen und gebähren sie uns.

      Beste Grüße von Balu

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  3. „Ich werde nie vergessen, als Papa mich weckte und sagte: Es hat heute Nacht so viel geschneit, dass du nicht zur Schule musst. Und übrigens, Trump hat gewonnen“, so Thunberg. Ihr erster Gedanke? „Wow, nun ist es passiert.“

    (Quelle: Greta Thunberg spricht über schwere Depressionen – sie hörte sogar auf zu essen [hna.de])

    [Werter Mike, es wäre schön, wenn ich das nächste Mal die Quelle nicht selbst heraussuchen müsste, sondern Du sie selbst einfach als Netzverweis mitliefern würdest. Danke. N8w.]

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    1. „Die entscheidende Brexit-Woche erinnert an die letzte Augustwoche 1939“

      Ehrlich gesagt sehe ich die überhaupt nicht und halte daher diesen Vergleich für unpassend. Ansonsten aber ein sehr guter Artikel, der vieles richtig erklärt. Allerdings sind die wirklichen Ursachen viel tiefer zu suchen bzw. länger zurückliegend.

      Übrigens haben sowohl der Kaiser als auch der Führer die wirkliche Gefahr unterschätzt bzw. konnten oder wollten diese nicht erkennen. Nicht auszudenken wo Europa heute wäre, hätte man ab 33 begonnen die Aussöhnung und Freundschaft mit Frankreich zu erreichen (so wie dann nach 1945) und man hätte gemeinsam mit Frankreich, Spanien, Italien und Österreich einen gemeinsamen (Wirtschafts-)Block gegen die Kriegstreiber und Verbrecher gebildet. Die Welt wäre heute eine andere, aber vermutlich sollte dies nicht sein, da es nicht an der richtigen Zeit war.

      Vor Jahren erzählte mir mal ein Vater voller stolz, dass sein Sohn eine 6 in Geschichte bekommen hätte und er ihn dafür gelobt hätte, da dies alles ein unnötiger Dreck wäre, welcher heute ohnehin keine Rolle mehr spielt. Ich sagte ihm damals, das wäre mit Abstand das Dümmste, was ich je gehört habe, denn Genau das Gegenteil ist der Fall. Nur wer die Vergangenheit kennt und versteht, kann die Erfordernisse der Gegenwart begreifen und eine bessere Zukunft helfen gestalten.

      Dass Deutschland (nicht die BRD) der wichtigste Faktor ist und daher eine Zentrale rolle spielt, liegt in der Vergangenheit und in der Ursache der gesamten Probleme begründet. Es ist ein uralter Kampf des Lichtes gegen die Finsternis und Deutschland ist (bezüglich der BRD war?) Teil des Lichts und war/ist daher seit Urzeiten den Finsteren Mächten zutiefst verhasst.

      Es war immer bis heute ein Kampf gegen Deutschland und die Deutschen, und niemals ein Kampf gegen ein System oder eine Regierung! Das haben vermutlich 95 % bis zum Tage nicht begriffen und glauben lieber an die Märchen, welche man ihnen erzählt.

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    2. Werte Gemeinde,

      ich möchte einen Beitrag setzen, der meines Erachtens lustig erscheint, aber dennoch irgendwie, wie ein Spiegel ist:

      Krisenmanagement [nebadonia.wordpress.com]

      Nun, man kann auch gern über sich selbst lachen. Denn das ist wichtig.

      Heil und Segen!

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  4. Danke, werte Frühlingsblume,

    sehr gut beschrieben. Ja, die Wurzel greift tiefer. Wir sind auf einem richtigen Weg.

    Heil und Segen!

    Vergessen wir »uns« bitte nicht dabei.

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  5. Greta und die große Ver(w)irrung, 2. Offener Brief an Greta Thunberg [quer-denken.tv] (6. Oktober 2019 von Gastautor: Prof. em. Dr. Claudia von Werlhof)

    Themenfremd, doch sollte dieser offene Brief massiv verbreitet werden, vor allem unter den Jugendlichen. Besser kann man die eigentliche Ursache für die Zerstörung unserer Erde und deren Klima kaum erklären. Das Buch von Dr. Rosalie Bertell ist sehr zu empfehlen. Ich habe es vor ein paar Jahren gelesen.

    Liebe Grüße an alle
    Amelie

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